Zertifikate

Garantiezertifikate

Bonuszertifikate

Discountzertifikate

Expresszertifikate

Indexzertifikate

Outperformance Zertifikate

Sprint-Zertifikate

Strategiezertifikate

Sonderkonditionen



Zertifikat

Der Ruf von Zertifikaten hat sich im Jahr 2008 durch die Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers schlagartig verschlechtert. Zertifikate sind Schuldverschreibungen und unterscheiden sich dadurch erheblich von Investmentfonds.


Möchte ein Anleger in sämtliche Aktien des DAX investieren, hat er eine Vielzahl von Möglichkeiten. Drei davon sind:

- Kauf von Aktien zur Nachbildung des Index
- Kauf eines Indexfonds
- Kauf eines Investmentzertifikats auf den Index

Normalerweise ist die Nachbildung über den Kauf von Aktien am wenigsten sinvoll. Erst einmal ist es schwierig den Index genau abzubilden. Eine genaue Abbildung ist ohne einen enormen Geldbetrag kaum möglich. Dies liegt daran, dass Aktien nur in vollen Stückzahlen handelbar sind. Erschwerend kommen die unterschiedlichen Preise der jeweiligen Aktien hinzu. Wäre eine Nachbildung dennoch möglich, käme es zum nächsten Problem: Mit der Schwankung der Aktienkurse verändern sich ständig die Gewichtungen des Index. Eine dauerhafte Abbildung wäre mit enormen Transaktionskursen verbunden.

Über Investmentfonds werden genau diese Nachteile verringert. Da das Geld von vielen Investoren einfließt, können Größenvorteile beim Handel ausgenutzt werden. Versucht der Fonds den Index nachzubilden, verspricht er dies nur zu einem bestimmten Grad. Andernfalls wären auch hier die Kosten enorm.

Anders ist es bei Investmentzertifikaten. Der Wert des Dax-Zertifikat entspricht zum Beispiel der aktuellen Punktzahl des Dax. Der Emittent verspricht zu jedem Zeitpunkt das Zertifikat zurückzukaufen. Als Preis wird in jedem Fall die Punkzahl des Index in Euro bezahlt (evtl. abzüglich eines Spreads zur Generierung des Gewinns). In dieser Situation unterliegt es dem Emittenten in wie weit er sich gegen Kursbewegungen des Dax absichert. Zum Beispiel kann er Aktien des Index kaufen und diesen nur grob abbilden und ein potentiellen Verlustrisiko einkalkulieren. Diese Strategie könnte günstiger als die möglichst optimale Abbildung über einen Investmentfonds sein.

Entscheidender Nachteil: Meldet der Betreiber des Investmentfonds Insolvenz an, befinden sich die Aktien des Fonds nicht in der Insolvenzmasse, sondern im so genannten Sondervermögen. Dadurch hat das investierte Geld noch den Wert der entsprechenden Aktienpositionen. Bei einem Zertifikat ist das anders. Niemand anders wird nach der Insolvenz des Emittenten bereit sein das Zertifikat zurückzukaufen. In der Folge ist es in weiten Teilen oder vollständig wertlos.

Dennoch macht es unter bestimmten Voraussetzungen Sinn in Zertifikate zu investieren. Zertifikat.de stellt die einzelnen Investmentzertifikate vor und für wen und für welchen Zweck diese geeignet sind.